Jedes Mal, wenn ein Zuschauer auf Play drückt, findet eine komplexe Orchestrierung hinter den Kulissen statt. Der Videoplayer wählt automatisch die beste Qualität, die die Verbindung des Zuschauers unterstützt. Das ist Adaptive Bitrate (ABR) Streaming.
Was ist ABR-Transcoding?
ABR-Transcoding ist der Prozess der Konvertierung eines einzelnen Quellvideos in mehrere Ausgabeversionen mit verschiedenen Auflösungen, Bitraten und Codec-Konfigurationen. Jede Version wird in kleine Segmente aufgeteilt und in Streaming-Formate verpackt — HLS für Apple-Geräte und MPEG-DASH für alles andere.
Die ABR-Qualitätsleiter
- 4K UHD (2160p) — 15–25 Mbit/s — für Glasfaser und Hochgeschwindigkeitsbreitband
- Full HD (1080p) — 5–8 Mbit/s — die Standardqualität
- HD (720p) — 2,5–4 Mbit/s — optimal für Mobilgeräte über WLAN
- SD (480p) — 1–2 Mbit/s — für mobile Datenverbindungen
- Niedrig (360p) — 0,5–1 Mbit/s — Rückfallqualität für stark eingeschränkte Verbindungen
Cloud-ABR-Transcoding vs. Hardware-Encoder
Traditionelles ABR-Transcoding erforderte On-Premise-Hardware-Encoder, die €50.000–€200.000 pro Stück kosten. Cloud-ABR-Transcoding ersetzt dies durch elastische, softwarebasierte Verarbeitung.
MwareTVs Broadcast-Plattform umfasst integriertes Cloud-ABR-Transcoding für Live-Streams und VOD-Bibliotheken.
Codec-Evolution: H.264, H.265 und AV1
H.264/AVC bleibt die universelle Baseline. H.265/HEVC liefert 4K bei 40% niedrigerer Bitrate. AV1 ist der aufkommende lizenzgebührenfreie Standard.